Warum du nach dem Onboarding oft nie wieder von mir hörst

Die meisten Menschen erwarten etwas völlig anderes

Wenn sich jemand bei uns meldet, entsteht häufig dieselbe Vorstellung. Da kommt jetzt ein Payment-Anbieter ins Spiel, danach folgen regelmäßige Anrufe, E-Mails, Verbesserungsvorschläge und irgendwelche Gespräche über Dinge, die für den eigentlichen Geschäftsbetrieb kaum relevant sind. Viele erwarten einen Account Manager, der sich alle paar Wochen meldet und unbedingt etwas besprechen möchte. Die Realität sieht bei uns allerdings meistens komplett anders aus. Wenn das Onboarding abgeschlossen ist, alles sauber eingerichtet wurde und die Lösung stabil läuft, besteht eine gute Chance, dass du erst einmal lange nichts mehr von mir hörst. Und genau so soll es auch sein.

Ich mische mich nicht ungefragt in fremde Geschäfte ein

Einer meiner wichtigsten Grundsätze lautet: Es ist nicht mein Business, sondern dein Business. Du kennst deine Kunden, deine Zielgruppe, deine Inhalte und deine langfristigen Ziele deutlich besser als ich. Natürlich habe ich Meinungen, Erfahrungen und sehe manchmal Dinge, die man eventuell verbessern könnte. Aber solange niemand danach fragt, behalte ich diese Gedanken meistens für mich. Die meisten Unternehmer möchten schließlich eine funktionierende Lösung und keinen Anbieter, der ihnen ständig erklärt, wie sie ihr Unternehmen führen sollen. Genau deshalb halte ich mich bewusst zurück.

Wenn du fragst, bekommst du eine ehrliche Antwort

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn du mich aktiv nach meiner Meinung fragst. Dann bekommst du die ehrliche Version und nicht die Variante, die sich besonders nett oder verkaufsfördernd anhört. Wenn ich etwas für eine gute Idee halte, sage ich das. Wenn ich glaube, dass etwas wahrscheinlich schiefgehen wird, sage ich das ebenfalls. Manche Menschen schätzen diese Direktheit, andere hätten lieber eine weichgespülte Antwort. Aber wer mich um Rat fragt, bekommt meine ehrliche Einschätzung und kein Marketing-Blabla. Damit muss man dann allerdings auch leben können.

Neue Funktionen bedeuten nicht automatisch neue Mails

Viele Anbieter lieben es, ständig neue Funktionen anzukündigen. Neue Features, neue Möglichkeiten, neue Optionen, neue Newsletter, neue Werbemails und neue Telefonate. Persönlich sehe ich darin oft wenig Mehrwert. Wenn eine Lösung stabil läuft, dann läuft sie stabil. Selbst wenn neue Zahlungsmethoden oder technische Erweiterungen hinzukommen, bedeutet das nicht automatisch, dass ich jedem Partner sofort eine E-Mail schicken oder einen Termin vereinbaren muss. Die meisten Menschen möchten ihr Geschäft führen und nicht ständig von ihrem Dienstleister beschäftigt werden.

Das bedeutet nicht, dass wir nicht hinschauen

Jetzt könnte man natürlich denken, dass uns nach dem Onboarding völlig egal ist, was auf den Webseiten unserer Partner passiert. Das Gegenteil ist der Fall. Natürlich behalten wir unsere Partner im Blick. Über die Jahre haben wir verschiedene Systeme entwickelt, die je nach Lösung in unregelmäßigen Abständen Webseiten prüfen. Das geschieht automatisiert, unauffällig und im Hintergrund. Weder der Endkunde noch unser Partner bemerkt davon normalerweise etwas. Genau so soll es sein. Kontrolle muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man ständig miteinander telefoniert.

Vieles erledigen wir einfach selbst

Ein erheblicher Teil der Arbeit findet komplett hinter den Kulissen statt. Kunden haben Fragen, Zahlungen schlagen fehl, Buchungen müssen geprüft werden, Supportfälle entstehen oder Chargebacks müssen bearbeitet werden. Sofern möglich, lösen wir viele dieser Themen direkt selbst, ohne den Partner überhaupt damit zu belästigen. Keine Meetings, keine unnötigen Telefonate und keine Rückfragen für Dinge, die wir eigenständig lösen können. Die meisten Unternehmer haben schließlich genug auf dem Tisch und müssen nicht wegen jeder Kleinigkeit aus ihrem Arbeitsalltag gerissen werden.

Wann du definitiv von mir hören wirst

Natürlich gibt es Situationen, in denen ich mich melde. Und zwar meistens relativ schnell. Der offensichtlichste Fall sind Inhalte, die nicht zulässig sind. Wenn plötzlich Dinge auf einer Webseite auftauchen, die rechtlich oder regulatorisch problematisch werden könnten, dann wird man definitiv von mir hören. Dasselbe gilt für neue Vorgaben von Banken, Acquirern, Visa oder Mastercard. Wenn neue Regeln eingeführt werden, müssen diese umgesetzt werden. In solchen Fällen verschicke ich klare Informationen, Anleitungen und Fristen. Manche Dinge sind Empfehlungen. Andere sind Pflicht.

Persönliche Daten ändern sich ebenfalls nicht von allein

Ein weiterer Klassiker sind Änderungen bei den Unternehmensdaten. Unternehmen ziehen um, Ansprechpartner wechseln, Geschäftsführer ändern sich oder Dokumente laufen ab. Auch dann wird man von mir hören. Nicht weil ich Langeweile habe oder unbedingt Kontakt aufnehmen möchte, sondern weil bestimmte Informationen aktuell gehalten werden müssen. Das gehört zu einem professionellen Payment-Setup einfach dazu und schützt am Ende beide Seiten vor unnötigen Problemen.

Man kann mich trotzdem jederzeit nerven

Der vielleicht lustigste Teil an der ganzen Geschichte ist, dass ich meine Partner zwar meistens in Ruhe lasse, sie mich aber jederzeit nerven dürfen. Wirklich jederzeit. Ideen, Fragen, Probleme, Verbesserungsvorschläge, neue Geschäftsmodelle oder technische Wünsche – immer her damit. Viele Funktionen, die heute existieren, sind ursprünglich aus Gesprächen mit Partnern entstanden. Jemand hatte ein Problem, jemand hatte eine Idee oder jemand hatte einen Wunsch. Daraus entstand eine Lösung, die später nicht nur diesem einen Partner geholfen hat, sondern vielen anderen ebenfalls.

Ich bin kein typischer Payment-Mensch

Vielleicht liegt meine Sichtweise auch daran, dass ich nie nur in einem einzigen Bereich unterwegs war. Ich kenne die Seite vor der Kamera und die Seite hinter der Kamera. Ich kenne Webseiten, Software, Payment, Support, Betreiber, Darsteller und Banken. Dadurch kann ich viele Themen etwas pragmatischer betrachten als jemand, der ausschließlich aus der Payment-Welt kommt. Und wenn ich etwas einmal nicht weiß, dann informiere ich mich. So einfach ist das.

Fazit

Wenn du nach dem Onboarding lange nichts von mir hörst, ist das meistens ein gutes Zeichen. Es bedeutet, dass das Payment läuft, die Auszahlungen funktionieren, die Webseite stabil arbeitet und die Prozesse sauber laufen. Natürlich greifen wir ein, wenn es notwendig wird, Risiken entstehen oder neue Vorgaben umgesetzt werden müssen. Aber solange alles funktioniert, sehe ich keinen Grund, Unternehmer mit ständigen Anrufen, Meetings oder E-Mails zu beschäftigen. Die meisten Menschen möchten am Ende genau das: eine Lösung, die zuverlässig funktioniert – und keinen Anbieter, der ihnen jede Woche erklärt, wie sie ihr Business führen sollen.

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